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Stefan Gröschler hat den Donaudurchbruch auf "kraftvolle" Orte hin untersucht:

"Völlig unscheinbar liegen die geradezu monumentalen Schellnecker Wände gegenüber von Altessing. Dichter Wald verbirgt die senkrechten und sehr beeindruckenden Felsen, die vor Jahrtausenden von Jahren entstanden sind."

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Die Schellnecker Wänd im Altmühltal sind einerseits ein beliebter Kletterfelsen, andererseits wohl ein kultischer Ort der Bronze- und Eisenzeit und darüber hinaus, also etwa von 2200 v. Chr. bis ca 750 n. Chr. Archäologische Befunde von Konzentrationen stark zerscherbter, meist unverbrannter Keramik, welche sich unmittelbar am Fuße von Felsen befinden, sind charakteristisch für Felsturmopferplätze. Als zusätzliches Fundmaterial können verbrannte oder unverbrannte Tierknochen, seltener auch Hortfunde auftreten. Beispiele aus Süddeutschland sind die Maximilianswand bei Krottensee und eben die Schellnecker Wänd bei Essing. Bei letzterer konnte durch Grabungen und Experimente nachgewiesen werden, dass die Gefäße (insbesondere während der Urnenfelderzeit) vom Felsen geworfen und dadurch zerstört wurden. Die Handlung lässt sich mit Opferungen erklären.

SchellneckerWendTerraXIn einem ZDF-Beitrag TerraX "Magisches Deutschland" aus dem Jahre 2016 beschreibt der Archäologe Timo Ibsen ab 21:00 diesen Ort. In Experimenten weist er nach, dass die dort aufgefundenen stark zerscherbten Keramiken wohl vom oberen Felsplateau die ca 60 m hohe Wand - wohl aus kultischen Gründen - in die Tiefe geschleudert worden sind.


Info zu TerraX: Film-Dauer: 43 min - Erstell-Datum: 03.06.2016 - Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 26.04.24

Webseite Essing: Link