Viele Jahre ist der Vorsitzende des Herausgebers von RePaLi in seiner aktiven Dienstzeit durch die "Hölle" gegangen, bei Schulwandertagen, bei sonstigen Ausflügen in dieses faszinierende Naturschutzgebiet bei Brennberg. Meist von Postfelden durch das schattige Waldtal entlang des Höllbaches bis nach Neustadl 3. Dort ließen wir uns - Schüler und Lehrer - vom Omnibus abholen.
Aufnahme in die Kategorie "spirituelle Ort" aber hat dieser Beitrag gefunden, weil vor Urzeiten hier wilde Wasser - und vielleicht auch Geister - sich der Donau entgegen stürzten. Erst das Anlegen eines Speichersees in Postfelden durch den regionalen Stromenergie-Erzeuger hat dem Tal zwar das tosende Wasser-Element, aber nicht die Ursprünglichkeit der Landschaft genommen.
Also: Ab in die Hölle!
Alternativ gibt es auch einen schönen Rundweg vom Parkplatz Postfelden 33 aus:
"Im Grunde der Schlucht, wo an den heißesten Sommertagen fast eisige Kälte herrscht, zwängt sich der Wildbach durch das Felsenlabyrinth unter sinnbetörendem Getöse hindurch, und bildet sozusagen unterirdische Wasserfälle, die man wohl mächtig brausen hört, aber nicht sieht. In manchen nassen Jahrgängen vermögen sich die Fluten aus den Granitkolossen mit schäumendem Gischt emporzuarbeiten, und stürzen dann über diese mit einem Gebrülle ab, das bei nächtlicher Stille meilenweit vernommen wird, und das in der Nähe gesprochene Wort unverständlich macht."
So wildromantisch beschreibt ein Wanderführer aus dem Jahr 1892 die sogenannte "Hölle" oder "Wolfsschlucht": "Ein rauschender Waldbach, auf beiden Ufern vom Walde beschattet, bietet eine der großartigsten Naturszenen ihrer Art, und wer in diese Gegend kommt, versäume ja nicht, sich den Anblick derselben zu verschaffen, wenn auch eine Wanderung dahin einiges Klettern und Springen über Kolosse von Granit-Felsblöcken und Baumstücken kostet. Die kleine Anstrengung wird überreichlich belohnt."
